Autofreies Wohnen im Trend

31.01.2012

Wenn Städte wie Zürich das Ziel einer 2000-Watt-Gesellschaft erreichen wollen, müssen sie noch stärker «verkehrs-sparende» Siedlungsformen fördern. Dies zeigt eine neue Studie, die Fussverkehr Schweiz und der Club der Autofreien zusammen mit der Hochschule Rapperswil durchführten. Sie untersuchte sieben Siedlungen in der Stadt Zürich. Deren Bewohner leben mehrheitlich autofrei und verbrauchen deutlich weniger Energie als der Stadtzürcher Durchschnitt. In der Genossenschaftsstadt Zürich und anderswo in der Schweiz liegt das autofreie Wohnen im Trend, ist Markus Knauss, Co-Geschäftsleiter des VCS Zürich, überzeugt (lesen Sie dazu auch den Schwerpunkt im velojournal 3/11). Samuel Bernhard, Geschäftsleiter des Clubs der Autofreien, fordert klipp und klar: «motorisierten Individualverkehr reduzieren und ersetzen mit Fuss-, Velo- oder öV-Kilometern».

Gerade die tiefe Zahl von Parkplätzen in den untersuchten Siedlungen fördert autofreies Wohnen. Um diesen Weg weiter zu verfolgen, braucht es aber gemäss Studie mehr Carsharing- und Velo-Parkplätze. Die Studie kritisiert zudem, dass die Stadt Zürich eine zu hohe Zahl von Parkplätzen pro Siedlung vorschreibt, ohne den wahren Bedarf zu eruieren. Der Schweizerische Verband für Wohnungswesen hat deshalb einen Leitfaden aufgestellt, um seinen Mitgliedern zu zeigen, wie sie diese Zwangsparkplätze reduzieren können.

Lesen Sie dazu auch den Artikel zum Thema in der Neuen Zürcher Zeitung.
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