23.01.2012

Kürzlich liess die IG Motorrad verlauten, dass sie eine Initiative plant, um die Motorräder besserzustellen. Petitionen haben ihrer Ansicht nach in der Vergangenheit nichts gefruchtet.Niemand hat etwas dagegen, dass auf den Strassen die Sicherheit für die motorisierte Zunft auf zwei Rädern besser wird. Aufhorchen lässt aber die Forderung, dass Roller und Motorräder in Zukunft Busspuren befahren oder bei Stau zwischen Autokolonnen nach vorne fahren dürfen.

An ersterer Forderung beissen sich Velolobbyisten seit Jahren die Zähne aus, die zweite ist bisher strikt Velofahrenden vorbehalten.Vielleicht ist es ja der IG Motorrad entgangen, dass sich die schweizerische Verkehrspolitik vernünftigerweise daran orientiert, zuerst den öffentlichen Verkehr zu fördern und dann den Velo- und Fussverkehr. Fordert die Vereinigung die Einführung asiatischer Verhältnisse? Neben der Autoflut sollen wir auch noch mit einer stinkenden Roller- und Töffwelle «beglückt» werden? Bekanntlich stößt ein Töff drei- bis viermal soviele Abgase und Feinstoffpartikel aus wie ein modernes Auto. Sogar mehr als ein benzinsaufender SUV. Da möchte wohl jemand den Teufel mit dem Beelzebub austreiben. Ist das der erste Anwärter auf einen verfrühten Aprilscherz – und das bereits Ende Januar?

 

Velojournal-Hintergrundartikel zum Roller-Boom in der Schweiz

Passwort: velojournal_6
© 2011 velojournalImpressum