Letzte Woche machte ein Vorschlag aus dem Zürcher Kreis 5 die Medienrunde: Verschiedene Organisationen, zuvorderst die Vereinigung «Kulturmeile Zürich-West», die aus Grundeigentümern, Anwohnern und Gewerbetreibenden besteht, fordern einen «Velohighway». Horch, horch: Auch Gewerbetreibende und Grundeigentümer haben inzwischen solche Anliegen! Sie schliessen sich den Grünen an, die einen solchen Vorstoss im Parlament vorgebracht haben. Pro Velo verlangt Velo-Schnellstassen auch durch das Sihltal, das Glatttal und bis tief in die Aargauer Agglo, nach Wettingen und Baden.
Für die NZZ, die sich ansonsten meist zu Recht für ihre Besonnenheit und sorgfältige Recherchen rühmt, fasste diese Vorstösse letzten Samstag unter dem Titel «Fröhliche Fahrt ins Verkehrschaos» zusammen. Da wird dem rot-grünen Zürcher Stadtrat einmal mehr vorgeworfen, «dass er kaum eine Gelegenheit auslässt, dem Autoverkehr Hindernisse in den Weg zu stellen». Als Begründung wird die im September vom Volk angenommen Umverkehr-Initiative angeführt, die gemäss NZZ auch zu einem «Angriff auf den historischen Parkplatzkompromiss» führen werde. Und eben der erwähnte Velohighway, dessen Idee nun ganz von Pro Velo stammen soll.